Wir gründen eine NEM-Marke — weil wir es können müssen
Wer anderen sagt wie man positioniert, Kanäle bewertet und Marken aufbaut — ohne selbst jemals eigenes Geld darin zu riskieren — gibt Ratschläge. Kein Sparring. Das ist ein Unterschied, der sich in der Qualität der Arbeit zeigt.
Wir gründen gemeinsam mit einem HNO-Arzt, Allergologen und einer promovierten Pharmazeutin eine Marke für Nahrungsergänzungsmittel. Und wir dokumentieren jeden Schritt davon — nicht weil Transparenz eine gute Content-Strategie ist, sondern weil die Werkstatt auf schaller.work nur dann gilt, wenn wir selbst darin stehen.
Abschnitt 01
Das Glaubwürdigkeitsproblem
Es gibt eine Frage, die ich mir in der Beratung regelmäßig stelle: Würde ich das, was ich gerade empfehle, auch selbst tun — mit eigenem Geld, eigenem Risiko, eigenen Konsequenzen? Wenn die Antwort nein ist, dann ist die Empfehlung falsch. Wenn die Antwort ja ist, dann stellt sich die Folgefrage: Warum tust du es nicht?
Das ist kein theoretisches Problem. Ein Marketingverantwortlicher, dem ein Budget zugesprochen wird, für das er keine persönliche Konsequenz trägt, geht mit diesem Budget anders um als jemand, der eigenes Geld investiert. Das ist menschlich — aber es erklärt, warum so viele Kampagnen, Markteinführungen und Plattform-Setups teuer und wirkungslos sind. Kein Skin in the game. Keine echte Haftung für die Entscheidung.
Wir bei schaller.work behandeln Kundenbudgets wie eigenes Geld — das ist kein Slogan, das ist eine Haltung. Aber Haltung ohne Beleg ist Behauptung. Der Beleg ist: Wir investieren jetzt selbst. Mit eigenem Geld, eigenem Risiko, eigenen Konsequenzen. Und wir dokumentieren was daraus wird.
„Wir können über Positionierung schreiben. Oder wir können Positionierung machen — und darüber schreiben. Wir haben uns für beides entschieden.“
Abschnitt 02
Ein Markt der auf Behauptung aufgebaut ist
Der Nahrungsergänzungsmarkt in Deutschland hat ein strukturelles Problem: Er ist voll von Marken, die Claims kommunizieren, die kein Arzt und keine Pharmazeutin jemals unterschreiben würde. Formulierungen wie „unterstützt die natürliche Immunabwehr“ oder „fördert die Konzentration“ sind so weit von medizinischer Substanz entfernt, dass sie das Gegenteil des Vertrauens aufbauen, das diese Branche bräuchte.
Die Leute, die diese Marken bauen, sprechen auf Netzwerktreffen miteinander, zitieren sich gegenseitig und nennen das Expertise. Wenn man hinterfragt, was hinter einer Behauptung steht — klinische Belege, Dosierungsgrundlagen, Rohstoffqualität — kommt meistens nichts. Oder eine Gegenfrage. Das ist kein Einzelfall, das ist die Norm.
Wir gehen das anders an. Nicht weil wir moralisch besser sind — sondern weil unser Team so aufgestellt ist, dass wir keine anderen können. Wenn ein HNO-Arzt und eine Pharmazeutin mit ihrer Unterschrift hinter einem Produkt stehen, dann steht da substanziell etwas dahinter. Das ist der Unterschied zwischen einer Marke die etwas behauptet — und einer Marke die es belegen kann.
Was wir anders machen
Jeden Claim belegen: Kein Health-Claim ohne Fundament. Die Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 ist kein bürokratisches Hindernis — sie ist der Rahmen, der uns diszipliniert.
Rohstoffqualität dokumentieren: Was woher kommt, warum, in welcher Dosierung und auf Basis welcher Studien.
Konsistenz über Zeit: Kein Produkt das nächstes Jahr unter anderem Namen anders formuliert wiederkehrt. Was wir bauen, bleibt.
Abschnitt 03
Das Team — und warum es genau so zusammengesetzt ist
Wir sind drei. Zwei davon sind ein Paar — und das ist kein Zufall, sondern ein Fundament. Gemeinsame Überzeugungen, gemeinsames Risiko, gemeinsame Konsequenzen. Das ist eine andere Qualität von Commitment als ein Geschäftspartner, den man kennt.
Medizin & Allergie
Dr. med. — HNO & Allergologie
Klinische Perspektive aus der Praxis. Weiß welche Beschwerden real sind, welche Produkte tatsächlich Wirkung zeigen — und welche Claims vor Patienten nicht bestehen. Allergologie als zweite Spezialisierung: direktes Indikationswissen für relevante Produktkategorien.
Pharmazie
Dr. — Pharmazeutin
Formulierung, Rohstoffqualität, LMIV-Compliance. Die Person, die „das wirkt biochemisch“ oder „das wirkt nicht“ sagen kann — mit der wissenschaftlichen Grundlage dahinter. Promoviert. Nicht aus einem Kurs.
Marke & Vertrieb
Christopher
Positionierung, Kanalstrategie, Amazon-Struktur, Branding, Packaging. Dazu: LUCID-Registrierung, Verpackungsverordnung, Health-Claims-Prozess. Das operative Fundament, das zwischen gutem Produkt und funktionierendem Vertrieb steht.
Drei Perspektiven, die sich nicht überlappen: medizinische Substanz, pharmazeutisches Handwerk, Marke und Betrieb. Das ist keine zufällige Zusammensetzung — das ist die Struktur, die man braucht, wenn man in dieser Branche etwas Haltbares aufbauen will.
Abschnitt 04
Nicht nur Produktverkauf — Forschung und Aufklärung als Zweck
Die meisten NEM-Marken haben einen Unternehmenszweck: Produkte verkaufen. Das ist legitim. Aber es erklärt, warum Kommunikation in dieser Branche fast immer verkäuferisch ist — und fast nie aufklärerisch.
Unser Unternehmenszweck geht weiter: Wir firmieren als Gesellschaft mit explizitem Zweck in Forschung und Aufklärung zu Nahrungsergänzungsmitteln — nicht nur als Händler. Das ist kein Marketing-Zusatz. Das ist die Grundlage, auf der wir Kommunikation aufbauen wollen.
Aufklärung bedeutet: Wir erklären was in einem Produkt ist, warum es in dieser Dosierung, warum dieser Rohstoff und nicht ein anderer, und was die wissenschaftliche Grundlage für einen Claim ist. Wir schreiben nicht für Konversion. Wir schreiben damit jemand am Ende weiß, was er kauft — und ob er es überhaupt braucht.
Die Konsequenz
Das hat Auswirkungen auf alles: auf die Claims, die wir machen oder eben nicht machen. Auf die Texte, die wir auf der Produktseite schreiben. Auf die Fragen, die wir in FAQ-Sektionen beantworten. Eine Marke die Forschung und Aufklärung als Zweck hat, kann nicht gleichzeitig mit Hype-Sprache kommunizieren. Das schließt sich aus — und das ist der Punkt.
Abschnitt 05
Was wir dokumentieren — und wie
Wir schreiben nicht über Erfolge nach dem Erfolg. Wir schreiben während wir bauen. Das bedeutet Entscheidungen im Moment der Entscheidung, Fehleinschätzungen wenn wir sie bemerken, Richtungswechsel mit Begründung. Kein Success-Theater rückwirkend.
Das sind keine Blogartikel über Theorie. Das ist das Protokoll eines Aufbaus — in Echtzeit. Für die Werkstatt. Und als Beleg dafür, dass das, was wir anderen empfehlen, auch wir selbst tun.
Damit das klar ist von Anfang an
Was wir nicht tun werden
Fragen die wir hören
Warum gründet eine Beratung eine eigene Produktmarke?
Weil Autorität durch Beleg bedeutet, dass wir selbst tun was wir anderen empfehlen. Wer Positionierung und Markenaufbau verkauft — ohne selbst einmal eigenes Geld darin zu riskieren — berät aus der Theorie. Wir wollen aus der Praxis beraten. Die NEM-Marke ist der Beleg.
Was ist das Besondere an diesem Team?
Ein HNO-Arzt und Allergologe (Dr. med.) und eine promovierte Pharmazeutin — die beiden sind verheiratet — plus Markenstrategie und Amazon-Expertise. In einem Markt voller Wellness-Claims ohne wissenschaftliche Grundlage ist das eine Ausgangslage, die sich verteidigen lässt. Jeder im Team kann seinen Teil belegen.
Was unterscheidet euch von anderen NEM-Marken?
Der Unternehmenszweck umfasst explizit Forschung und Aufklärung — nicht nur Produktverkauf. Das ändert die Kommunikation fundamental. Wir erklären was in einem Produkt ist, warum und auf welcher Grundlage. Das ist in dieser Branche nicht selbstverständlich.
Warum dokumentiert ihr das öffentlich?
Weil Transparenz Haltung ist, kein Content-Format. Wir bauen live — und schreiben dabei. Entscheidungen im Moment der Entscheidung, Fehleinschätzungen wenn wir sie bemerken. Das Gegenteil vom Erfolgsbericht nach dem Erfolg.
Dieser Text stammt aus aktiver Eigenprojekt-Arbeit.
Wenn dich Aufbau, Positionierung oder Kanalstrategie für dein Produkt beschäftigt — und du wissen willst, was wir dabei konkret sehen…