Amazon Chargebacks: die versteckte Kostenstelle im Vendor-Account
Was Chargebacks sind — und wie sie entstehen
Im Vendor-Modell kauft Amazon deine Produkte ein und verkauft sie weiter. Als Gegenleistung erwartet Amazon, dass Lieferungen exakt nach ihren Anforderungen eintreffen: zur richtigen Zeit, in den richtigen Verpackungseinheiten, mit korrekten Barcodes.
Wenn das nicht klappt, stellt Amazon Chargebacks in Rechnung. Automatisch, ohne Ankündigung, direkt gegen deine Zahlungsforderung verrechnet.
Die häufigsten Typen:
Was das kostet — und warum niemand es trackt
Das Überraschende ist nicht, dass Chargebacks existieren. Das Überraschende ist, wie selten sie systematisch verfolgt werden. Wer für den Vendor-Account zuständig ist, stellt die Rechnung aus und bucht den Eingang. Was Amazon davon abzieht, gerät selten in die P&L-Analyse.
In Vendor Central findest du unter Payments → Chargebacks einen vollständigen Report nach Typ, Datum und Betrag. Exportiere ihn, leg dir eine wöchentliche Kalender-Erinnerung an und miss, ob die Beträge sinken.
Wenn du siehst, wo die Chargebacks entstehen, ist das Problem meistens in drei bis vier Wochen erheblich reduziert — oft durch reine Prozessanpassungen in der Logistik.